Herr Tagge und Fru Tagge treiben gelegentlich auf IT-Konferenzen und ähnlichen Veranstaltungen ihr Unwesen. Von dort haben beide eine mittlere (Fru Tagge) bis große (Herr Tagge) Sammlung an Geek-Shirts.
Es gibt diesen großen Anbieter der sprichwörtlichen Suchmaschine, der (früher) auch recht freigiebig war mit T-Shirts. Eins davon mit buntem Schriftzug trägt Herr Tagge zu Hause immer abwechselnd mit seinem OpenSolaris-Shirt.
Auch Fru Tagge hat ein T-Shirt mit Werbung für die Suchmaschine. Das hat sie seltener an, gestern aber schon.
Gestern war Herr Tagge dienstlich schon ganz früh unterwegs. Aber als Fräulein Tagge in der Früh den Schriftzug auf Mamas T-Shirt entdeckte, war sie begeistert und deutete drauf:
"Papa!"
(Soviel zum Versuch, das Kind ohne zu große Markenprägung großzuziehen, diese Marke "kennt" es schon mal ... niemand tröstet besser wie der Mann, der gewöhnlich in diesem T-Shirt steckt)
((Schade, daß "Papa" im Font Catuli nicht so gut aussieht, sonst wäre das eine gute T-Shirt-Idee.))
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Freitag, 24. Mai 2013
Dienstag, 28. August 2012
Väterdiskriminierung im Kochbuch
"Kartoffelecken - Die mögen auch die Papas gerne" (Baby-Ernährung, Barbara Dohmen, Trias-Verlag, 2010)
Na prima, Frau Dohmen (oder ist der flotte Spruch vom Verlag?). Mein Mann, der Vater meiner Tochter, mag auch: Gemüsesuppe (ja, darf man auch Minestrone nennen, ist aber trotzdem trotzdem Gemüsesuppe), Grünkernsuppe, Fladenbrot, Polenta (die mag meine Tochter nicht), Couscous, Reis mit "Pünktchen" (Gemüse), Blinis (vermute ich), Kartoffelpuffer (mit oder ohne Karotten und Nuss), Hirsebälle, Spinat mit Reis, Falafel, Kartoffelkuchen, Kartoffelpüree (ohne Erbsen, die soll er nicht essen), Ratatouille (wg. Zuchinigehalt bei mir nicht so beliebt), Wirsing, Porree, Spinat, Gemüse im Backteig (sorry, "Gemüsetempura"), Wok (sehr lecker, wenn Herr Tagge wokt), Lauchtorte, Gemüserisotto ...
Und er macht Aufläufe, für die ich ihn glatt nochmal heiraten könnte. (Zur Zeit kocht er auch häufiger als ich, deswegen habe ich die Inspiration aus dem Buch bisher noch nicht so häufig gebraucht wie gedacht).
Weitere direkt Väter-diskriminierende Stellen sind mir jetzt nicht aufgefallen ... die Themen zu Ernährung usw. wirken auf mich informierten Laien korrekt und auch verständlich.
Na prima, Frau Dohmen (oder ist der flotte Spruch vom Verlag?). Mein Mann, der Vater meiner Tochter, mag auch: Gemüsesuppe (ja, darf man auch Minestrone nennen, ist aber trotzdem trotzdem Gemüsesuppe), Grünkernsuppe, Fladenbrot, Polenta (die mag meine Tochter nicht), Couscous, Reis mit "Pünktchen" (Gemüse), Blinis (vermute ich), Kartoffelpuffer (mit oder ohne Karotten und Nuss), Hirsebälle, Spinat mit Reis, Falafel, Kartoffelkuchen, Kartoffelpüree (ohne Erbsen, die soll er nicht essen), Ratatouille (wg. Zuchinigehalt bei mir nicht so beliebt), Wirsing, Porree, Spinat, Gemüse im Backteig (sorry, "Gemüsetempura"), Wok (sehr lecker, wenn Herr Tagge wokt), Lauchtorte, Gemüserisotto ...
Und er macht Aufläufe, für die ich ihn glatt nochmal heiraten könnte. (Zur Zeit kocht er auch häufiger als ich, deswegen habe ich die Inspiration aus dem Buch bisher noch nicht so häufig gebraucht wie gedacht).
Weitere direkt Väter-diskriminierende Stellen sind mir jetzt nicht aufgefallen ... die Themen zu Ernährung usw. wirken auf mich informierten Laien korrekt und auch verständlich.
Montag, 27. August 2012
Gelegenheit, ein Gedicht auswendig lernen
Früher Nachmittag. Kind und Mutter haben Urlaub. Das Mittagessen wurde mit großem Vergnügen (fast selbstständig) verspeist. Und nach ein wenig krabbeln, an der Hand gehen (die Mutter wird schön durch die Gegend gesteuert), mit dem Rollfahrzeug fahren wird das Kind dann doch so langsam ein wenig kuschelig-quengelig.
Müde ist das Kind. Aber zum Einschlafen braucht man einen Auslöser.
Man kann ein Buch vorlesen - "Wenn kleine Tiere müde sind" ist bei uns beliebt. Mein Mann kann es von vorne bis hinten auswendig. Ich fast ...
Aber eigentlich sind die kleinen Tiere abends müde (auch die nachtaktiven Tiere wie Igel - zuviel Logik und Naturkunde sollte man in Bilderbüchern nicht erwarten).
Deswegen lese ich was anderes vor, ein Gedicht, das ich schon lange mal auswendig lernen wollte: "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland". So vier, fünf mal hintereinander - und die kleinen Augen sind zugeklappt, tiefe Atemzüge zeigen: Mission erfüllt, Kind schläft.
Mal sehen, wann ich das Gedicht nicht mehr ablesen muß ...
Müde ist das Kind. Aber zum Einschlafen braucht man einen Auslöser.
Man kann ein Buch vorlesen - "Wenn kleine Tiere müde sind" ist bei uns beliebt. Mein Mann kann es von vorne bis hinten auswendig. Ich fast ...
Aber eigentlich sind die kleinen Tiere abends müde (auch die nachtaktiven Tiere wie Igel - zuviel Logik und Naturkunde sollte man in Bilderbüchern nicht erwarten).
Deswegen lese ich was anderes vor, ein Gedicht, das ich schon lange mal auswendig lernen wollte: "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland". So vier, fünf mal hintereinander - und die kleinen Augen sind zugeklappt, tiefe Atemzüge zeigen: Mission erfüllt, Kind schläft.
Mal sehen, wann ich das Gedicht nicht mehr ablesen muß ...
Freitag, 9. September 2011
Freizeit? Bereitschaft ...
Auch wenn das bei manchen Medizin-Berufen nicht so ist, normalerweise gilt Bereitschaft nicht als Freizeit.
Bevor ich schwanger war, hatte ich als IT-ler gelegentlich Rufbereitschaft. Voraussetzung: Mobiltelefon dabei, Computer mit Internetanschluss (und VPN) in der Nähe. Bei Anruf eines Kunden oder SMS des Monitoringsystems musste man eingreifen. Wenn man Bereitschaft hat, muß die eigene Ausrüstung immer funktionieren (Mobiltelefone, die nur so tun, als ob sind da z.B. so ein fieser Klassiker). Ladegeräte dabei, keine Kernelupdates am Computer, Funklöcher vermeiden, Familienmitglieder informiert (wenn da jemand anruft, muss ich im Nebenraum verschwinden und bin erst mal nicht verfügbar). Bereitschaft kann manchmal (wenn nicht gerade an einer schlecht dokumentierten Uraltmaschine etwas kaputt geht, das Ding von 17 Kunden benutzt wird und man selbst das System kaum kennt) recht entspannt sein, aber es ist keine Freizeit. Manche Sachen gingen nicht - z.B. ins Schwimmbad kann man seine kleine IT-Ausrüstung dann doch schlecht mitnehmen (und den Kunden am Telefon auch nicht verstehen, wenn man es geschafft hat das ganze Equipment trocken zu halten). Eine Bootstour mit der Aussicht, nicht in einer halben Stunde das Ufer zu erreichen - nicht möglich.
Bereitschaft hieß aber nur: Reparieren was kaputt geht, kein Regelbetrieb. D.h. häufig war auch mal gar nichts los, dann bekam man einen Bonus dafür, dass man seine elektronische Fußfessel mitschleppte und sonst sein Leben mit kleinen Einschränkungen leben konnte.
Frischgebackene Eltern sind immer in Bereitschaft. 24x7 - 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Kind braucht was zum Futtern, eine frische Windel, eine Einheit Bekuschelung, etwas Massage für den Bauch, eine Runde rumtragen. Ein paar Maßnahmen sind absehbar und mehr oder weniger regelmäßig: wenn das Kind nichts mehr Trinken würde oder keine Windel braucht, wäre das Anlass zur höchsten Besorgnis ...
Im Beruf kam immer mal jemand anderes dran mit der Bereitschaft. Das hatten wir als Eltern auch vor. Und die Großeltern sollten auch mal dürfen.
Da gibt es nur einen kleinen Pferdefuss: Unser Kind, fast vier Monate alt, trinkt immer noch nur die Originalflüssigkeit in Originaldarreichungsform. Keine Fläschchen. Damit ist die Sache mit dem Delegieren für mich leider nur teilweise machbar. Dauer-Fütter-Bereitschaft.
Die Pausen zwischen den Mahlzeiten sind tagsüber manchmal nur eine Stunde, das dehnt sich aber aus auf bis zu vier Stunden (die Tendenz zu gelegentlich größeren Pausen wäre erfreulich und alterstypisch). Sie ist jetzt fast 4 Monate alt und schläft schon erfreulich lange in der Nacht.
Mein Mann kann schon mal ein paar Stunden oder demnächst auch ein paar Tage weg (wickeln kann man delegieren), ich leider nicht. Vorerst. Die Biologie ist unfair!
Immerhin ist mir mein Bereitschaftsbonus (Elterngeld) überwiesen worden. Im Monat ca. so viel wie ich früher für 3 Wochen bekommen hätte ... (Bereitschaftsgeld, Lohn gabs extra)
Bevor ich schwanger war, hatte ich als IT-ler gelegentlich Rufbereitschaft. Voraussetzung: Mobiltelefon dabei, Computer mit Internetanschluss (und VPN) in der Nähe. Bei Anruf eines Kunden oder SMS des Monitoringsystems musste man eingreifen. Wenn man Bereitschaft hat, muß die eigene Ausrüstung immer funktionieren (Mobiltelefone, die nur so tun, als ob sind da z.B. so ein fieser Klassiker). Ladegeräte dabei, keine Kernelupdates am Computer, Funklöcher vermeiden, Familienmitglieder informiert (wenn da jemand anruft, muss ich im Nebenraum verschwinden und bin erst mal nicht verfügbar). Bereitschaft kann manchmal (wenn nicht gerade an einer schlecht dokumentierten Uraltmaschine etwas kaputt geht, das Ding von 17 Kunden benutzt wird und man selbst das System kaum kennt) recht entspannt sein, aber es ist keine Freizeit. Manche Sachen gingen nicht - z.B. ins Schwimmbad kann man seine kleine IT-Ausrüstung dann doch schlecht mitnehmen (und den Kunden am Telefon auch nicht verstehen, wenn man es geschafft hat das ganze Equipment trocken zu halten). Eine Bootstour mit der Aussicht, nicht in einer halben Stunde das Ufer zu erreichen - nicht möglich.
Bereitschaft hieß aber nur: Reparieren was kaputt geht, kein Regelbetrieb. D.h. häufig war auch mal gar nichts los, dann bekam man einen Bonus dafür, dass man seine elektronische Fußfessel mitschleppte und sonst sein Leben mit kleinen Einschränkungen leben konnte.
Frischgebackene Eltern sind immer in Bereitschaft. 24x7 - 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Kind braucht was zum Futtern, eine frische Windel, eine Einheit Bekuschelung, etwas Massage für den Bauch, eine Runde rumtragen. Ein paar Maßnahmen sind absehbar und mehr oder weniger regelmäßig: wenn das Kind nichts mehr Trinken würde oder keine Windel braucht, wäre das Anlass zur höchsten Besorgnis ...
Im Beruf kam immer mal jemand anderes dran mit der Bereitschaft. Das hatten wir als Eltern auch vor. Und die Großeltern sollten auch mal dürfen.
Da gibt es nur einen kleinen Pferdefuss: Unser Kind, fast vier Monate alt, trinkt immer noch nur die Originalflüssigkeit in Originaldarreichungsform. Keine Fläschchen. Damit ist die Sache mit dem Delegieren für mich leider nur teilweise machbar. Dauer-Fütter-Bereitschaft.
Die Pausen zwischen den Mahlzeiten sind tagsüber manchmal nur eine Stunde, das dehnt sich aber aus auf bis zu vier Stunden (die Tendenz zu gelegentlich größeren Pausen wäre erfreulich und alterstypisch). Sie ist jetzt fast 4 Monate alt und schläft schon erfreulich lange in der Nacht.
Mein Mann kann schon mal ein paar Stunden oder demnächst auch ein paar Tage weg (wickeln kann man delegieren), ich leider nicht. Vorerst. Die Biologie ist unfair!
Immerhin ist mir mein Bereitschaftsbonus (Elterngeld) überwiesen worden. Im Monat ca. so viel wie ich früher für 3 Wochen bekommen hätte ... (Bereitschaftsgeld, Lohn gabs extra)
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